Mietwagen-Probleme auf Mallorca
Zu wenig oder zu viele Mietwagen auf Mallorca?

Mietwagenprobleme auf Mallorca

(Mallorca Nachrichten)

Auf Mallorca rüsten sich die Mietwagenfirmen bereits für die neue Saison, wobei sie mit extremen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Dies behauptet jedenfalls der Spanien-Chef des Autovermieters Sixt und Vorsitzende des Branchenverbandes Baleval, Estanislao de Mata. „Sehr viel komplizierter als noch vor zwei Jahren gestalten sich die derzeitigen Verhandlungen mit den Herstellern“, erklärt de Mata. „Schließlich wird man sich auch im Jahr 2010 nicht von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise erholen, die auch bei den Mietwagenfirmen auf Mallorca Spuren hinterlassen hat.“

Auf Mallorca wird die in diesem Jahr eingesetzte Ernüchterung wahrscheinlich anhalten, da es eine Menge Spekulationen um Dumpingpreise und Überangebote gegeben hat. Der Sprecher des zweiten Branchenverbandes Aevab, Ramon Reus, bestätigt, dass auch auf Mallorca im Mietwagensektor eine Blase geplatzt sei. In der Aevab sind auf Mallorca vor allem kleinere Firmen präsent. „Da diese Entwicklung aber vieles wieder zurecht rückt, hat sie auch ihr Gutes“, ergänzt Reus.

Auf Mallorca wurde der Mietwagenmarkt bisher mit Unmengen von Fahrzeugen versorgt, die leicht finanzierbar waren. Dieser Kreislauf wurde jetzt durch die Krise unterbrochen. Insbesondere sind die Hersteller, die ihre Produktion drastisch zurückgefahren haben, im Hinblick auf früher übliche Rücknahmegarantien für Mietwagen sehr zurückhaltend geworden. Der Generalmanager für Mietwagen beim Reiseveranstalter TUI, Michael Knapp, der auf Mallorca Mietwagen des Kooperationspartners Europcar vermittelt, erklärt, dass die Mietwagen nach ihrem Einsatz nur mit sehr großen Problemen auf dem Gebrauchtwagenmarkt, der ebenfalls zusammengebrochen ist, angeboten werden könnten.

De Mata: „Zum Glück halten sich Firmenpleiten auf Mallorca noch in Grenzen. Bei den Einzelfällen muss man die Probleme im jeweiligen Unternehmen suchen. Damit Firmen zum Beispiel zinsverbilligte Kredite bekommen, haben wir Gespräche mit dem Tourismusministerium der Balearen aufgenommen. So hoffen wir, dass die schwierigen Zeiten einigermaßen schadlos überbrückt werden können.“ Schließlich sei man schon über eine Million Euro los, wenn man 100 Autos ankauft.

Foto: Stephanie Hofschläger / pixelio

Datum: 24.11.2009

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