Rauchverbot bedroht Gastwirte auf Mallorca

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Das Anfang 2011 beschlossene verschärfte Rauchverbot bringt vielen Gastwirten auf Mallorca die Pleite

Gastwirten droht wegen Rauchverbot auf Mallorca die Pleite. Seitdem Anfang 2011 ein strenges Rauchverbot auch auf der Balearen-Insel durchgesetzt wurde, müssen viele Gasstätten schon Konkurs anmelden. Es bleibt nicht aus, dass die Gastwirte nun Protestaktionen gegen das Rauchverbot ankündigen. Einige werden wohl ihre Lokale für eine Weile schließen.

Noch ist der genaue Zeitpunkt dieser Aktionen nicht bekannt. Doch soll der Zeitrahmen im Bereich der nächsten zwei Monate liegen. Es scheint nicht der Realität zu entsprechen, dass das Rauchverbot in den gastronomischen Betrieben auf Mallorca hervorragend funktioniert. So stellte es die Lobby der Antiraucher der Presse gegenüber ständig dar. In anderen Ländern habe das Rauchverbot schließlich auch funktioniert.

Die in ihrer Existenz bedrohten Gastwirte auf Mallorca, beginnen nun, sich mit Protestaktionen und Demonstrationszügen zu wehren. Bis zu 90 % Umsatzeinbußen mussten seit in Kraft Treten des verschärften Gesetzes zum Rauchverbot verkraften. Auf die Dauer hält keine Kneipe solche Durststrecken lanbe durch. Auch nicht auf bei Urlaubern so beliebten Balearen Insel Mallorca. Hier sind massenweise Entlassungen im Bereich der gastronomischen Betriebe inzwischen an der Tagesordnung.

Studenten, die sich durch Aushilfstätigkeiten, zum Beispiel als Kellnern etwas zum Studium dazu verdienen wollen, sind besonders häufig die Betroffenen des Anfang des Jahres in Kraft getretenen Gesetzes zum verschärften Rauchverbot.

So ziehen Menschen von den Folgen dies neuen Gesetzesregelung den Kürzeren, die mit dem „Rauchen“ an sich überhaupt nichts zu tun haben. Gleiches gilt auch für die Wirte, die oftmals nicht zur Gruppe der Raucher gehören. Doch wenn sie nicht einschreiten, falls ein Raucher die Verbotsregelung in ihrer Gaststätte missachtet und ein nichtrauchender Gast sich beschwert, hat der Gastwirt schlechte Karten. Oftmals drohen ihm satte Strafen. Die Gesundheitsämter von Mallorca überprüfen das „libro de reclamaciones“ (Beschwerdebuch), in denen zum Beispiel die Nichtraucher solche Verstöße gegen das Rauchverbot vermerken können.

Die Gastwirte auf Mallorca wünschen sich sicher die „guten alten Zeiten“ zurück, in denen der Gast überall im Lokal rauchen konnte. Ganz gleich, ob es ist im Restaurant, der Kneipe oder in einer Bar. Heute drohen hohe Geldstrafen, nicht nur den Rauchern!

In Copa-Bars (reine Getränkebar) und Diskotheken ist es weiterhin auch auf Mallorca erlaubt zu rauchen. Darum sind diese auch nicht von den Umsatzeinbußen aufgrund des Rauchverbots betroffen.

Auch auf dem Mallorca Flughafen Son Sant Joan ist es nur noch im Abflugbereich, dem Freiluft-Solarium erlaubt zu rauchen. Öffentliche Gebäude, wie Museum, Behörde oder Geschäftsräume, sind vom Rauchverbot betroffen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen.

Stephan Tripp

Foto: Markus Lenk

Datum: 19.05.2011

Kommentar (5)

Walter

(20.05.2011)

Immer dieses gejammer. Die gehen nicht wegen des Rauchverbotes pleite sondern weil immer weniger ihr Geld zum Fenster rausschmeißen können und die überhöhten Preise ind en Urlaubsgebieten bezahlen wollen. Sollen sie halt pleite gehen... die Pleite des einen schafft die Kunden der Anderen. So funktioniert die Marktwirtschaft. Die besseren gewinnen. Bedingungen haben ja alle, anders als in Deutschland, die gleichen.

stefan

(23.05.2011)

Die Argumentation ist einfach absurd – VOR dem Rauchverbot betrugen die Umsatzverlust bis zu 99%, hunderte Lokale haben geschlossen. Selbstverständlich schliessen auch mit Rauchverbot auch Lokale, aber die gleichen, die auch ohne Rauchverbot hätten schliessen müssen. Fakt ist, das nur wenige militante Raucher behaupten, das Rauchverbot wäre negativ, in der Realität ist es für die Wirte (die ja in der Mehrheit auch dafür sind) natürlich positiv. Weniger Kosten, mehr Umsatz (weil mehr Gäste kommen, die Gäste länger bleiben, und NR mehr konsumieren). Die Umsätze stiegen, zuletzt wurden sogar Angestellte im Gastrobereich GESUCHT! Die Märchen vom Umsatzverliusten sind – wie im in anderen Ländern auch – zwar immer wieder gern erzählt, aber auch genauso falsch. 90% der Touristen nach Mallorca sind NR. Wieviele Arbeitsplätze gingen wohl verloren, wieviele Arbeitsplätze wurden vernichtet weil in Mallorca Kneipen und Lokalen geraucht werden durfte? Es geht sicherlich in die zehntausende! Mallorca kann es sich letztlich nicht leisten auszuscheren und einen Sonderweg zu fahren: ohne Rauchverbot in Spanien wären die Leute nämlich einfach nach Italien gefahren, wo sie dann ihren Urlaub auch rauchfrei genießen können!

Markus

(23.05.2011)

@stefan: So ein Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Nichtraucher sind natürlich kürzer in den Kneipen, konsumieren weniger - und sind auf jeden Fall weniger Leute als Raucher und Nichtraucher zusammen. Frag den Laden, dem 20% Besucher wegbleiben, weil sie nicht rauchen dürfen, ob die andern den Umsatz mal eben durch gesteigerte Lebenslust ausgleichen. Militant sind diejenigen, die mit Verboten arbeiten und den Wirten nicht die Möglichkeit geben, sich zu entscheiden, was sie in ihrem Laden erlauben und was nicht. Wo liegt das Problem bei der Wahl? Das die Wirte das wählen würden, was ihnen den größeren Umsatz verspricht?

stefan

(24.05.2011)

Lieber Markus, abgesehen davon das Raucher nur 30% der Bevölkerung ausmachen, haben sie ein niedrigeres Einkommen – und davon, das ein Gast 10 Zigaretten raucht, hat der Wirt nichts. Ein Gast der Vorspeise, Getränke und Nachtisch bestellt, lässt den Wirt hingegen überleben! Was verdient denn ein Wirt an einem Raucher, der den ganzen Abend an seinen Zigaretten, aber nur einem Bier nuckelt? Wieso Verbot? Es zwingt doch niemand ein Raucher in ein Lokal zu gehen - ist doch freiwillig! Der Wirt kann auch nicht wählen ob er in der Küche raucht, das Bier verdünnt (bringt auch mehr Umsatz!). Die Spaßbremsen, denen das rauchen wichtiger ist, als das Zusammensein, Trinken, Feiern, Freunde und Bier, sollen halt zuHause bleiben! Warum also sind manche Raucher so borniert und engstirnig? In New York stiegen die Umsätze ja auch, das gleiche in Bayern, auch in Mallorca sieht man das. Wo sind die Berichte über die 4.000 geschlossenen Lokale VOR dem Rauchverbot? In denen durfte zu 99% geraucht werden! Von Rauchern, die ja weniger konsumieren (vom Rauch hat der Wirt ja nichts, ausser vertriebener Gäste), kann kein Wirt überleben!

stefan

(24.05.2011)

Kurzum: ich gehe ab sofort nicht mehr in Kneipen weil ich dort nicht pinkeln darf, sondern immer extra auf die Toilette muss. Das verdirbt mir die Lebensfreude, und auch 30% anderer, deswegen gehen Kneipen Pleite. Na klar, logisch! Raucherlaubnis ist Kneipentod Nochmal: wie sollen die wenigen Raucher denn die ausbleibenden NR – 80% – jemals ausgleichen?

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