Bevölkerung auf Mallorca

Mehr als 750.000 Menschen bewohnen die Insel Mallorca, die Touristen und Urlauber, die sich hier nur kurzfristig aufhalten sind natürlich nicht mit dazu gezählt. Während man von einer Besiedelungsdichte vergleichbar wie in Rheinland-Pfalz sprechen kann, sind auf Mallorca natürlich ganz klare Gewichtungen und Verteilungen, was die Orte mit der meisten Bevölkerung angeht, vorhanden. Die meisten Menschen bewohnen den Hauptverkehrsweg Mallorcas, also entlang der Linie zwischen der Hauptstadt Palma, Inca und Alcúdia. Während viele Menschen direkt in Palma, aber meistens auch in der davor gelagerten Ebene sowie in der Stadt Inca und nahe der Bucht Alcúdia wohnen, sind viele der Orte auf Mallorca oft zunehmend nur dem Tourismus verfallen. Direkt an den Küsten oder hoch in den Gebirgen Mallorcas wohnt kaum jemand mehr. Dies ist meistens nur der Fall, wenn zur Hauptsaison mehr als 8 Millionen Urlauber und Touristen auf die Insel kommen und die Gebiete bewohnen und natürlich auch dort umsorgt werden wollen. Dies schafft dann auch die nötigen Arbeitsplätze für die Einheimischen. Angesichts dieser positiven Wirkung des Tourismus kann man sich jedoch auch leicht vorstellen, dass der ständig wachsende Tourismus auf Mallorca für viele Einheimische ein Problem ist. Stellen Sie sich vor, in Ihren Heimatort kommen jährlich fast mehr als das neunfache an Menschen, als hier überhaupt richtig wohnen. Es ist wie eine Art Invasion oder gar Besetzung, um militärisches Vokabular zu nutzen. Nachdem einmal ein Bundestagsabgeordneter den Vorschlag in Deutschland machte, man sollte versuchen sich die Urlaubsinsel Mallorca für einige Milliarden Mark von Spanien zu kaufen und somit zum deutschen Staatsgebiet zu machen, was natürlich auch in der mallorquinischen Presse publiziert wurde, war der Höhepunkt der Wut der Einheimischen erreicht. Diese Äußerung des Politikers wird noch lange in Erinnerung bleiben und vielen – vor allem deutschen Urlaubern – nachgetragen.

Auch das Verhalten vieler Urlauber auf Mallorca sagt der dortigen Bevölkerung überhaupt nicht zu. Spanier und im Besonderen die Mallorquiner sind nämlich in einem Land und einer Kultur aufgewachsen, die es ihnen eigentlich verbietet sich so zu verhalten wie die Touristen. Sprich kurze Badehosen, freizügige Kleidung am Strand (vor allem bei den Frauen) oder gar in Restaurants und der Gastronomie. Viele Urlauber erheben dann auch noch einen sehr unfreundlichen Ton gegenüber Restaurantmitarbeitern, wenn es mal eine Minute dauert, bis das frisch Gezapfte am Tisch ist. Derartiges Verhalten kränkt die Bevölkerung in ihrer Ehre, ihrem Stolz und auch dem nötigen Respekt, den man ihnen eigentlich entgegenbringen sollte. Auch wenn dies teilweise mit der Verständigung (Sprache auf Mallorca ist Mallorquin) zusammenhängen kann, kann dies nicht die pauschale Entschuldigung sein. Viele Urlauber müssen noch lernen, wie Sie richtig mit Ihren Gastgebern umzugehen haben.

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