Polizei startet Razzia gegen Straßenverkäufer auf Mallorca

Polizei startet Razzia gegen Straßenverkäufer auf Mallorca
Polizei startet Razzia gegen Straßenverkäufer auf Mallorca

Gegen Straßenverkäufer, die an der Playa de Palma auf Mallorca gefälschte Markenware wie Sonnenbrillen, Gürtel, Uhren und teilweise auch Drogen verkaufen, ist die Polizei in einer groß angelegten Razzia vorgegangen. Mehrere Straßenzüge wurden auf Mallorca in der Nacht auf Mittwoch den 8.7 im Umkreis einer bekannten deutschen Diskothek von rund 20 Beamten abgeriegelt. Dort wurden die zumeist schwarzafrikanischen Verkäufer aufgegriffen und deren Rucksäcke und Taschen durchsucht. Unter Bewachung der Polizisten wurde rund ein Dutzend der Verkäufer auf dem Bordstein sitzend identifiziert. In der Schinkenstraße auf Mallorca fand die Polizeiaktion danach eine Fortsetzung. Da sich einer der Verkäufer nach Angaben der Polizei geweigert hatte das Verkaufsgut auszuhändigen, wurde er schließlich in Gewahrsam genommen.

Geklagt hatten in den vergangenen Wochen Einzelhändler und Hoteliers auf Mallorca über eine Zunahme der der Straßenverkäufer. Sie seien schädlich für das Image auf Mallorca, da sie Touristen belästigten. Dass der Job oft die einzige Möglichkeit sei, Geld für Unterkunft und Essen zu verdienen, entgegnen hingegen die Straßenverkäufer, die in der Regel Immigranten ohne Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung sind. Auch durch die Wirtschaftskrise erfuhr dieses Problem eine Verschärfung, da viele der Straßenhändler zuvor schwarz auf dem Bau beschäftigt waren.

Während die Touristen auf Mallorca auf einen Rückgang der Belästigung durch Straßenverkäufer hoffen können, droht auf anderem Gebiet Ungemach. Denn nach dem Urteil von Umweltschützern schreitet die Zersiedelung auf Mallorca trotz Bemühungen um mehr Landschaftsschutz in den vergangenen zwei Jahren voran. Dass auf den Balearen täglich 1,4 ha zersiedelt würden, kritisiert Greenpeace in seinem jährlichen Bericht zum Zustand der spanischen Küste. 79 Fälle möglicher Korruption im Umfeld der Bauwirtschaft zählen die Umweltschützer ebenfalls auf. 25 Beschuldigte, von denen 18 öffentliche Ämter innehaben oder hatten, seien darin verstrickt. Außerdem geißelte Greenpeace die Planung des Ausbaus zahlreicher Landstraßen auf Mallorca, die durch landschaftliche Schutzgebieten führen. Als bedroht eingestuft wurden insgesamt 14 Schutzgebiete auf den Balearen.

Datum: 10.07.2009

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