Capdepera: Burg, Kunst und lebendige Tradition
Unterkünfte in Capdepera
Capdepera vereint eindrucksvolle Burgarchitektur, sakrale Kunst und eine bis heute gepflegte Webtradition. Im Castell de Capdepera treffen historische Mauern und gepflasterte Straßen auf eine Sammlung religiöser Kunst; im Ort erzählen außerdem eine Pfarrkirche und ein ehemaliges Apothekenhaus von unterschiedlichen Kapiteln der lokalen Geschichte. So können Sie Ihre Reise an konkreten Orten und Themen ausrichten – und in der Gruppe vorab überlegen, welche davon Sie gemeinsam entdecken möchten.
Das Castell de Capdepera prägt die historische Identität von Capdepera.
Foto: Frank Vincentz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Burganlage mit weitem Blick
Das Castell de Capdepera liegt auf einem Hügel über dem Ort. Von dort reicht der Blick über Mallorcas Ostküste; an klaren Tagen ist auch Menorca zu sehen. Die Aussicht setzt einen landschaftlichen Akzent zu den historischen Details im Burgareal: Dort sind Wehrtürme, Mauern und alte gepflasterte Straßen erhalten, ebenso die im 14. Jahrhundert errichtete Kapelle Sant Joan.
Der Bau des Castell de Capdepera begann im 14. Jahrhundert im Auftrag von König Jaume II. von Mallorca. Heute ist die Anlage als Bien de Interés Cultural, also als Kulturgut von kulturellem Interesse, eingestuft. Wer sich für Geschichte interessiert, findet damit mehrere unterschiedliche Blickwinkel an einem Ort: die Entwicklung der Burganlage, ihre erhaltenen Bauteile und den Ausblick von ihrer erhöhten Lage. Die historischen Bauwerke und die Aussicht sind dabei eigene Themen für Ihre Reiseplanung.
Sakrale Kunst und sa llata
In der Casa del Governador innerhalb des Castell-Areals befindet sich die Col·lecció d'Art Sacre. Sie umfasst mehr als 120 religiöse Kunstwerke aus einer Zeitspanne vom Romanischen bis zur zeitgenössischen Kunst. Die Sammlung wird Einwohnern und Besuchern als offenes kulturelles Erbe angeboten. Für Kunstinteressierte ist die große zeitliche Bandbreite ein reizvoller Kontrast zur mittelalterlichen Architektur der Burg.
Ebenfalls in der Casa del Governador liegt das Museu de la Llata. Es ist in den Besuch des Denkmals eingeschlossen. Die sa llata gehört auch zu einer lebendigen lokalen Tradition: Die Frauen von Capdepera treffen sich weiterhin, um diese Webtradition zu bewahren und an jüngere Generationen weiterzugeben. So stehen in Capdepera sowohl erhaltene Kunstwerke als auch die Weitergabe eines traditionellen Handwerks im Mittelpunkt. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Besuchs- und Ticketinformationen des Denkmals.
Kirche und Spuren des Alltags
Ein weiterer architektonischer Bezugspunkt ist die Pfarrkirche Sant Bartomeu in Capdepera. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Ihre Fassade ist neoklassizistisch gestaltet, und den Glockenturm krönt eine Kuppel. Im Vergleich zur Kapelle Sant Joan im Burgareal zeigt sie ein anderes Kapitel der Baugeschichte: Hier sind es die spätere Entstehungszeit und die Fassadengestaltung, die den Blick lenken.
Das Casal Can Melis, auch Centre Melis Cursach genannt, war von 1916 bis 1973 die Apotheke Melis Cursach. Die ehemalige Nutzung ergänzt die religiösen und architektonischen Themen um eine lokale Alltagsgeschichte. Für die gemeinsame Reiseplanung kann es hilfreich sein, diese verschiedenen Interessen vorab zu sammeln: Burg und Ausblicke, sakrale Kunst, Kirchenarchitektur oder die Geschichte des früheren Apothekenhauses bieten jeweils einen anderen Schwerpunkt.
Capdepera als Ausgangspunkt Ihrer Auswahl
Wenn Sie eine Unterkunft in Capdepera suchen, können Sie zuerst überlegen, welche dieser Facetten für Ihre Reise besonders wichtig ist. Möchten Sie den Schwerpunkt auf historische Bauwerke und den Blick zur Ostküste legen, oder interessieren Sie sich stärker für sakrale Kunst und die lokale Webtradition?
Weitere untergeordnete Reiseziele: Cala Ratjada, Canyamel, Costa De Canyamel, Font De Sa Cala, Cala Mesquida und Es Carregador.
Weitere Reiseziele auf Mallorca: Puigderrós, Soller.