Mallorca lockt religiöse Touristen

Mallorca lockt religiöse Touristen
Mallorca lockt religiöse Touristen

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen für den Tourismus auf Mallorca ist ein interessanter Vorschlag aus dem spanischen Parlament ins Spiel gebracht worden: Vertreter der spanischen Die Volkspartei, die der Opposition im spanischen Parlament angehören, haben dem amtierenden Bischof von Mallorca, Jesús Murgui, den Vorgeschlag gemacht, die vielen religiösen Orte auf der Baleareninsel gezielt für den Tourismus zu nutzen. Um religiöse Touristen nach Mallorca zu locken, könnten spezielle Touren zu den Kirchen und weiteren religiösen Stätten angeboten werden. Grundvoraussetzung für die Umsetzung dieses Vorhabens sei es aber, die religiösen Stätten auf Mallorca für den Tourismus zugänglich zu machen, was aktuell vielerorts auf Mallorca nur bedingt der Fall ist.

Um dem Bischof die Idee ihrer Partei näher zu bringen, traf sich die Kandidatin der Volkspartei für das Amt der Inselratspräsidentin von Mallorca María Salom, am vergangenen Samstag mit dem katholischen Oberhaupt. Inhalt der Gespräche war der Vorschlag, spezielle Ausflüge und „Religionsrouten“ für religiöse Touristen auf Mallorca einzurichten. Salom führte bei dem Treffen mit dem Bischof die Argumentation ins Feld, dass religiöse Touren und Angebote in anderen Urlaubszielen auf der iberischen Halbinsel den Tourismus in den betreffenden Regionen ankurbeln würden und schon seit geraumer Zeit erfolgreich seien, wie zum Beispiel rund um den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Die spanische Volkspartei ist sich sicher, dass ein ähnliches Konzept auch auf Mallorca denkbar sei, denn auf der Insel existieren rund 40 kirchliche und religiöse Stätten, die in kultureller Hinsicht als interessant eingestuft werden müssen. Touren und Ausflüge zu diesen Zielen könnten die Zahl der gläubigen Urlauber erhöhen, die eigens aus diesem Grunde nach Mallorca reisen.

Religion als Geschäft? Dieses Argument führen Gegner der Pläne an. Eine Kommerzialisierung des Glaubens würde genau in die entgegengesetzte Richtung gehen. Betrachtet man sich aber andere religiöse Stätten rund um den Globus, scheint das Geschäft mit „Wallfahrern“ und religiösen Touristen sehr einträglich zu sein. Vielerorts sind die Einnahmen aus dem Tourismus sogar zwingend notwendig, um den Erhalt der betreffenden Stätte zu sichern, wie zum Beispiel im Fall des Kölner Doms, eines der bedeutendsten sakralen Bauwerke weltweit.

Christian Bathen

Datum: 01.02.2011

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